
Die häufigsten Nebenwirkungen von Wegovy betreffen den Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Verstopfung. Sie treten vor allem zu Beginn der Behandlung und nach einer Dosissteigerung auf, sind meist leicht bis mittelschwer und von kurzer Dauer. Verstopfung kann länger anhalten. Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist eine ernste Nebenwirkung und erfordert sofort ärztliche Hilfe.
Wegovy enthält Semaglutid, einen GLP-1-Rezeptoragonisten, und ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Im Folgenden stehen die Nebenwirkungen so, wie die Fachinformation sie je Häufigkeitskategorie beschreibt.
Wegovy wird über mehrere Wochen schrittweise von 0,25 mg bis zur Erhaltungsdosis von 2,4 mg aufgebaut. Magen-Darm-Beschwerden treten vor allem zu Beginn sowie nach jeder Dosiserhöhung auf. Informationen zum Dosierungsschema finden Sie auf der Seite zur Dosierung von Wegovy.
Die nachfolgenden Hinweise sind allgemeiner Art und verstehen sich nicht als Behandlungsempfehlung. Es handelt sich um praktische Aspekte, die Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke besprechen können: kleinere Portionen essen und dafür etwas häufiger; langsam essen und aufhören, sobald Sie sich satt fühlen; leicht verdauliche und fettarme Speisen bevorzugen, weil sie den Magen weniger belasten; und ausreichend trinken, vor allem bei Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Halten die Beschwerden an oder werden sie stärker, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Verringern Sie die Dosis nicht und lassen Sie keine Dosis aus, ohne dies vorher abzusprechen.
Bei folgenden Warnzeichen sollten Sie sich umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt wenden:
Wegovy darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. In der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist eine Anwendung zur Gewichtsregulierung nicht vorgesehen. Bei Kinderwunsch ist das Präparat rechtzeitig vorher abzusetzen; welche Frist gilt, steht in der Produktinformation.
Besondere Vorsicht gilt unter anderem bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung in der Vorgeschichte, bei schweren Magen-Darm-Erkrankungen, bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion, bei diabetischer Netzhauterkrankung sowie bei einer geplanten Narkose oder tiefen Sedierung. Wer zusätzlich Insulin oder Sulfonylharnstoffe anwendet, hat ein erhöhtes Risiko für Unterzuckerungen.
Seit 2026 ist Wegovy in der EU ebenfalls in einer Dosierung von 7,2 mg einmal wöchentlich zugelassen. Ob eine höhere Dosis in Betracht gezogen wird, obliegt der Entscheidung der Ärztin oder des Arztes.
Die Dosis von 7,2 mg ist Erwachsenen mit einem BMI ab 30 zu Behandlungsbeginn vorbehalten und kommt frühestens nach vier Wochen mit 2,4 mg infrage. Seit Ende September 2026 ist sie in Deutschland als Einzeldosis-Pen erhältlich, der in einer Injektion angewendet wird.
Zum Nebenwirkungsprofil nennt die Produktinformation zwei Unterschiede: Haarausfall und eine veränderte Hautempfindung treten unter 7,2 mg häufiger auf als unter 2,4 mg. Im Übrigen entspricht das Profil dem der niedrigeren Dosen.
Ebenfalls vorgesehen ist der Weg zurück: Tritt unter 7,2 mg keine weitere Gewichtsabnahme ein, soll die Dosis wieder auf 2,4 mg pro Woche verringert werden. Eine höhere Dosis ist also nicht automatisch der nächste Schritt.
Bei Mounjaro mit dem Wirkstoff Tirzepatid stehen die Magen-Darm-Beschwerden ebenfalls in der Kategorie sehr häufig. Die Häufigkeitskategorien stammen aus unterschiedlichen Studien mit unterschiedlichen Teilnehmenden und lassen sich deshalb nicht eins zu eins zwischen den Präparaten vergleichen. Beide Profile nebeneinander finden Sie in der Übersicht zu den Nebenwirkungen der Abnehmspritze.
Neben den bekannten Magen-Darm-Beschwerden nennt die Fachinformation auch weniger offensichtliche Nebenwirkungen wie Haarausfall, Gallensteine und eine erhöhte Herzfrequenz, die alle in die Kategorie „häufig“ fallen. Wenn Sie eine Beschwerde bemerken, die Sie nicht einordnen können, besprechen Sie diese bitte mit Ihrem Arzt oder in der Apotheke.
Sollten die Beschwerden nach jeder Dosiserhöhung erneut auftreten, teilen Sie dies bitte dem Arzt mit. Dieser entscheidet dann, ob und wie die Behandlung fortgesetzt wird.
Setzen Sie das Medikament nicht eigenmächtig ab, sondern besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Wenn Sie schwanger werden möchten, muss die Einnahme von Wegovy rechtzeitig vorher beendet werden; die Frist ist in der Packungsbeilage angegeben. Nach dem Absetzen kann das Körpergewicht wieder ansteigen, da die Wirkung nur während der Einnahme anhält.
Dies lässt sich aus den Fachinformationen nicht ableiten, da die Häufigkeitskategorien aus verschiedenen Studien stammen. Welches Präparat in Frage kommt, entscheidet der Arzt auf der Grundlage Ihres Gesundheitszustands und Ihrer Krankengeschichte.
Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist in der Fachinformation als gelegentlich aufgeführt (bis zu 1 von 100 Behandelten). Hatten Sie bereits eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, gilt besondere Vorsicht. Bei anhaltenden starken Bauchschmerzen wenden Sie sich umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über die Nebenwirkungen von Wegovy und ersetzt keine individuelle ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Angaben zu einzelnen Arzneimitteln entnehmen Sie bitte der jeweiligen Packungsbeilage und Fachinformation. Bei Fragen zu Ihrer persönlichen Situation wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder an Ihre Apotheke.
Medizinisch geprüft durch die verantwortliche Apothekerin oder den verantwortlichen Apotheker · Zuletzt aktualisiert am 29.10.2026
Quellen:
Fachinformation Wegovy® (Novo Nordisk), Stand [Version ergänzen] · Fachinformation Mounjaro® (Eli Lilly), Stand [Version ergänzen] · § 48 AMG und Anlage 1 AMVV · § 34 Absatz 1 SGB V und Anlage II der Arzneimittel-Richtlinie des G-BA · BfArM, Meldung von Nebenwirkungen.
